
Sonntagabend, 22:10 Uhr. Julia sitzt im Taxi zum Flughafen. Im Kopf: ein 60-seitiges Deck für einen Kunden, den sie kaum kennt.
140.000 € Jahresgehalt, Führungsverantwortung, Partner-Track in Aussicht.
Und trotzdem dieser Gedanke:
„Wenn ich das noch zehn Jahre mache – wer bin ich dann eigentlich noch?“
Was sie verunsicherte, war nicht Überlastung allein. Es war das Gefühl, dass ihre Arbeit kaum noch etwas mit dem zu tun hatte, was ihr wichtig war.
Gleichzeitig war klar: Ein radikaler Ausstieg kam nicht infrage.
- zu viel Verantwortung
- zu viel aufgebauter Status
- zu hohe finanzielle Verpflichtungen
Julia steckte zwischen zwei Risiken: so weitermachen – oder zu viel auf einmal verlieren.
Wir arbeiteten über sechs Monate zusammen, mit dem Ziel, Optionen realistisch zu prüfen – nicht, schnell eine „neue Richtung“ zu finden.

Das Ikigai-Modell diente als Struktur für die Analyse. Der erste Durchgang war - nun ja - ernüchternd:
In ihrer aktuellen Rolle fand Julia kaum Überschneidungen mit dem Bereich
„Was die Welt braucht“, der für sie persönlich immer wichtiger geworden war.
Diese Erkenntnis löste weniger Aufbruch als Zweifel aus.
In mehreren Sitzungen ging es deshalb zunächst um Widerstände:
Parallel haben wir ihre Kernkompetenzen nüchtern betrachtet:
Im nächsten Schritt folgte der Machbarkeits-Check:
Es ging weniger um Vision – mehr um Tragfähigkeit.
Die größte Hürde kam im Unternehmen.
Julias erster Vorschlag, ihre Stelle auf 80 % zu reduzieren, wurde abgelehnt.
Die Sorge: Führungsverantwortung und Teilzeit seien nicht vereinbar.
Für ein zweites Gespräch bereitete sie sich anders vor:
Mit dieser Grundlage wurde das Modell akzeptiert, zumindest “auf Bewährung”. Man einigte sich auf eine 6 monatige Probephase. [Kleine Vorschau: Die Probephase wurde nach 6 Monaten von beiden Seiten als “erfolgreich bestanden” eingestuft.]
Statt einer Kündigung entschied sich Julia für einen schrittweisen Ansatz:
80 % Beratung (4 Tage) – stabile Position und Einkommen
20 % Aufbau eines neuen Arbeitsfeldes
Im Nachhaltigkeitsbereich nutzt sie heute ihre bestehende Expertise:
Der fachliche Kern ist gleich geblieben – der Kontext hat sich verändert.„Es ist noch nicht perfekt. Aber ich habe zum ersten Mal wieder das Gefühl, dass ich Optionen habe.“
Der „Goldene Käfig“ ist nicht verschwunden.
Aber Julia hat heute mehr Gestaltungsspielraum – und einen realistischen Weg, ihre Karriere Schritt für Schritt umzubauen. Wohin genau Sie das führen wird, weiß sie gerade noch nicht genau (ich auch nicht!) und dennoch fühlt sich ihr Arbeitsleben für sie wieder sinnvoll an und irgendwie ist es ja auch schön, dass sie gerade noch nicht weiß, wo sie in 10 Jahren sein wird, oder? In jedem Fall war es ein großer Schritt in die richtige Richtung.
Coaching hat Julias Entscheidung nicht vorgegeben. Es hat geholfen,
Coaching hat JuliaViele Führungskräfte glauben, sie hätten nur zwei Optionen: weitermachen – oder alles ändern.
Oft liegt die wirksamste Lösung dazwischen: Kapazitäten neu verhandeln und die eigene Karriere schrittweise neu ausrichten.
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